Produktbeschreibung

Zulassung
Nr. 005037-00
Produkttyp:Herbizid
Wirkstoff:350 g/l Metamitron,
150 g/l Ethofumesat
Formulierung:Suspensionskonzentrat
Gefahrstoffeinstufung:GHS09
Achtung

Abpackung

Artikelnummer
74900355 l Kanister
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Wirkungsweise

Die spezielle Formulierung auf Wasser-Basis (SC) zeichnet sich durch eine sehr gute Rübenverträglichkeit aus. Die in GOLTIX SUPER enthaltenen Wirkstoffe Metamitron und Ethofumesat besitzen eine ausgeprägte Bodenwirkung. Die Bodenwirkung beruht auf der Aufnahme der Wirkstoffe durch den Keimling. Nachfolgend wird das Wachstum der empfindlichen Unkrautarten gehemmt und führt zu ihrem Absterben. Ausreichende Bodenfeuchte ist für eine gute Bodenwirkung des Herbizides erforderlich. Erfolgt die Spritzung auf oberflächlich ausgetrocknetem Boden, tritt die Hauptwirkung erst nach späteren Niederschlägen ein. Zur Erweiterung des Wirkungsspektrums und zur Steigerung der Blattaktivität empfehlen wir die Kombination GOLTIX SUPER plus KONTAKT® 320 SC (320 g/l Phenmedipham) und den Zusatz eines geeigneten Zusatzstoffes (z.B. OLEO FC).


Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe)
Metamitron: C1
Ethofumesat: N


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Wirkungsspektrum


gut bekämpfbar
Ackergauchheil, Ackerhellerkraut, Ackerspörgel, Acker-Stiefmütterchen, Amarant, Einjähriges Bingelkraut, Einjährige Rispe, Flohknöterich, Gemeiner Erdrauch, Gemeiner Hohlzahn, Gemeine Melde, Gemeiner Rainkohl, Kamille-Arten, Kleine Brennnessel, Kletten-Labkraut, Knöterich-Arten, Kornblume, Leinkraut, Saatwucherblume, Schwarzer Nachschatten, Taubnessel-Arten, Vogelmiere, Weißer Gänsefuß
weniger gut bekämpfbar
Ausfallgetreide, Hundspetersillie, Klatschmohn, Vogelknöterich
nicht ausreichend bekämpfbar
Winden und Disteln


VON DER ZULASSUNGSBEHÖRDE FESTGESETZTE ANWENDUNGSGEBIETE UND ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN

PFLANZEN/OBJEKTE SCHADORGANISMUS/ZWECKBESTIMMUNG
Zuckerrübe, Futterrübe
Einjähriges Rispengras, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter

(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.


(NW642) Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig (§ 6 Absatz 2 PflSchG). Unabhängig davon ist der gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.


(NT102) Die Anwendung des Mittels muss in einer Breite von mindestens 20 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 75 % eingetragen ist. Bei der Anwendung des Mittels ist der Einsatz verlustmindernder Technik nicht erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind oder die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im "Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile" vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70a vom 13. April 2002) in der jeweils geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist.


(NG402) Zwischen behandelten Flächen mit einer Hangneigung von über 2 % und Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführender, aber einschließlich periodisch wasserführender - muss ein mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsener Randstreifen vorhanden sein. Dessen Schutzfunktion darf durch den Einsatz von Arbeitsgeräten nicht beeinträchtigt werden. Er muss eine Mindestbreite von 10 m haben. Dieser Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn: - ausreichende Auffangsysteme für das abgeschwemmte Wasser bzw. den abgeschwemmten Boden vorhanden sind, die nicht in ein Oberflächengewässer münden, bzw. mit der Kanalisation verbunden sind oder - die Anwendung im Mulch- oder Direktsaatverfahren erfolgt.

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Anwendung

ACKERBAU

Pflanzen/-erzeugnisse: Zuckerrübe, Futterrübe
Schadorganismus/
Zweckbestimmung:
Einjähriges Rispengras, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Zum Schadorganismus: Von Erstes Laubblatt aus der Koleoptile ausgetreten; Keimblätter voll entfaltet; erste Blätter spreizen sich ab bis 2. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet (BBCH-Code: 10 - 12)
Anwendungszeitpunkt: Nach dem Auflaufen
Max. Zahl der
Behandlungen:
In der Anwendung: 3
In der Kultur bzw. je Jahr: 3
Abstand: 7 bis 10 Tage
Anwendungstechnik: Spritzen, im Splittingverfahren (3 Behandlungen)
Aufwandmenge: Zeitpunkt 1: 2,0 l/ha
Zeitpunkt 2: 2,0 l/ha
Zeitpunkt 3: 2,0 l/ha
Wasseraufwandmenge: 150 bis 300 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).

(WP738) Blattdeformationen möglich.
(WP775) Unter ungünstigen Witterungsbedingungen sind Schäden an Folgekulturen, insbesondere Wintergetreide, möglich.




EMPFEHLUNGSRAHMEN IN ZUCKER- UND FUTTERRÜBEN







Unkrautproblem
Produkte1. NAK2. NAK3. NAK
AllgemeineGOLTIX SUPER2,0 l/ha2,0 l/ha2,0 l/ha
Verunkrautung mit+++
Kletten-Labkraut,KONTAKT® 320 SC0,5-0,8 l/ha0,5-1,0 l/ha0,5-1,0 l/ha
Knöterich-Arten,+++
Gänsefuß, KamilleOLEO FC0,5-1,0 l/ha1,0 l/ha1,0 l/ha

Bei trockenen Witterungsbedingungen und Unkräutern größer als 2-Blattstadium empfiehlt es sich, die höhere Aufwandmenge an KONTAKT® 320 SC zu wählen.

Zur gezielten Wirkstoffeinsparung und Wirkungsverbesserung kann der Spritzbrühe ein geeigneter Zusatzstoff (z. B. OLEO FC) zugesetzt werden. Bei ungünstigem Witterungsverlauf, bei Temperaturen über 20 °C, bei starker Sonneneinstrahlung, fehlender Wachsschicht der Zuckerrübe sowie im Keimblattstadium der Zuckerrübe ist der Zusatz von Zusatzstoffen zu reduzieren. Die regionalen Empfehlungen sind zu beachten.
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Mischbarkeit


GOLTIX SUPER ist mischbar mit KONTAKT® 320 SC, GOLTIX® GOLD, GOLTIX® TITAN®, AGIL®-S und weiteren gebräuchlichen Rübenherbiziden und geeigneten Zusatzstoffen (z. B. OLEO FC). Bei Mischungen ist unbedingt die Gebrauchsanleitung des Mischpartners zu beachten. Für eventuelle negative Auswirkungen durch von uns nicht empfohlene Tankmischungen haften wir nicht, da wir nicht sämtliche in Betracht kommende Mischungen prüfen können. Tankmischungen mit aminosäure- bzw. lecithinhaltigen Formulierungen empfehlen wir nicht.

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Pflanzenverträglichkeit


Unter normalen Bedingungen ist GOLTIX SUPER in den üblichen Rübensorten sehr gut verträglich.

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Anwendungstechnik

ANSETZEN DER SPRITZBRÜHE


Das Produkt vor Gebrauch kräftig schütteln. Spritztank zu 2/3 der erforderlichen Wassermenge füllen. Das Produkt bei eingeschaltetem Rührwerk zugeben und restliche Wassermenge auffüllen.
Die Spritzbrühe sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen. Nach Arbeitspausen die Spritzbrühe erneut sorgfältig aufrühren. Wasseraufwandmengen über 300 l/ha sollten aus Wirkungsgründen (Tröpfchenspektrum) nicht eingesetzt werden.
Hinweis: Angebrochene Gebinde nach Gebrauch wieder gut verschließen.

AUSBRINGUNGSTECHNIK


Ein guter Bekämpfungserfolg wird über eine gleichmäßige Benetzung der Unkräuter erreicht. GOLTIX SUPER ist durch fein- bis mitteltropfige Düsen mit Wasseraufwandmengen von 200 bis 300 l/ha auszubringen. Bei Bandspritzungen sind 80 bis 100 l/ha Wasseraufwandmenge erforderlich.

Folgende Düsen eignen sich für die Ausbringung:
Injektordüsen lang, z. B.:
AI 110-02 bis AI 110-03 bei 4-5 bar
ID 120-02 bis ID 120-03 bei 4-5 bar
Injektordüsen kurz, z. B.
AirMix 110-025 bis AirMix 110-04 bei 2-3 bar
IDK 110-025 bis IDK 110-04 bei 2-3 bar
Sonstige Düsen, z. B.
XR 110-03 bis XR 110-04 bei 1,5-2,0 bar
LU 110-03 bis LU 110-04 bei 1,5-2,0 bar
DG 110-03 bei 2,0-3,0 bar
AD 120-03 bei 2,0-3,0 bar


REINIGUNG


Vor und nach dem Einsatz des Spritzgerätes muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden. Im ersten Reinigungsdurchgang ein geeinetes Reinigungsmittel (z. B. AGRO-QUICK®) zugeben. Die Innenflächen des Tanks mit Wasserstrahl bzw. Reinigungsdüsen abspritzen, am besten unter Einsatz einer integrierten Reinigungsdüse. Rührwerk für mindestens 15 Minuten einschalten. Anschließend Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der behandelten Fläche verspritzen. Spritzmittelrückstände von Sulfonylharnstoff, Wuchsstoffen oder Triazinen können die Rüben erheblich schädigen! Verwendete Spritzen sind täglich sofort nach dem Einsatz gründlich zu reinigen und zu spülen, damit keine Mittelreste in Fass, Leitungen oder Filtern eintrocknen und später zu Düsenverstopfung führen.

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Nachbau


Nach der Rübenernte können alle Kulturen nachgebaut werden. Bei einem Nachbau von Kartoffeln und Mais ist eine tiefe Bodenbearbeitung erforderlich. Unter ungünstigen Witterungsbedingungen sind Schäden an Folgekulturen, insbesondere Wintergetreide, möglich. Nach einem vorzeitigem Umbruch können nach einer Pflugfurche (15-20 cm tief) folgende Kulturen nachgebaut werden: Zucker- und Futterrüben, Mais, Kartoffeln.

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Umweltverhalten

NUTZORGANISMEN

(NB6641) Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nichtbienengefährlich eingestuft (B4).

(NN165) Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Poecilus cupreus (Laufkäfer) eingestuft.
(NN170) Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Chrysoperla carnea (Florfliege) eingestuft.

WASSERORGANISMEN

(NW262) Das Mittel ist giftig für Algen.

(NW264) Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.

(NW265) Das Mittel ist giftig für höhere Wasserpflanzen.

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Anwenderschutz

(SB001) Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
(SB010) Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
(SS110) Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
(SS2202) Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels.
(SP001) Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten.

ERSTE HILFE


Einatmen: Person aus Gefahrenbereich entfernen. Person Frischluft zuführen und je nach Symptomatik Arzt konsultieren.
Augenkontakt: Mit viel Wasser mehrere Minuten gründlich spülen, falls nötig, Arzt aufsuchen.
Hautkontakt: Mit viel Wasser gründlich waschen, verunreinigte, getränkte Kleidungsstücke unverzüglich entfernen, bei Hautreizung (Rötung etc.), Arzt konsultieren.
Verschlucken: Viel Wasser zu trinken geben, sofort Arzt aufsuchen. Datenblatt mitführen.

Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen. nach oben