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 Nr. 024107-00
| Produkttyp: | Herbizid |
| Wirkstoff: | 100 g/l Propaquizafop |
| Formulierung: | Emulsionskonzentrat |
| Gefahrstoffeinstufung: | Xi (Reizend) N (Umweltgefährlich) |
| Artikelnummer | |
| 7490090 | 4 x 5 l Umkarton |
| 7490091 | 20 l Kanister |
| 7490117 | 12 x 1 l Umkarton |
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Der Wirkstoff Propaquizafop wird über die Blätter der Ungräser aufgenommen und in der Pflanze im Saftstrom (Phloem, Xylem) zu den meristematischen Geweben transportiert und verteilt. Der Wirkstoff greift hemmend in die Fettsäuresynthese der Pflanze ein. Sichtbar wird die Wirkung durch Vergilbung der Blätter verbunden mit einem raschen Wachstumsstillstand und anschließendem Absterben der Blätter. Im frühen Wirkungsverlauf lassen sich die jüngsten Blätter aus der Blattscheide herausziehen. Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe) Propaquizafop: A
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sehr gut bis gut bekämpfbar Ackerfuchsschwanz, Ausfallgetreide, Flughafer, Gemeiner Windhalm, Hirse-Arten ausreichend bekämpfbar Deutsches Weidelgras, Gemeine Rispe, Knaulgras, Lieschgras, Trespe-Arten, Welsches Weidelgras, Wiesenrispe, Wiesenschwingel nicht ausreichend bekämpfbar Einjährige Rispe, Gemeine Quecke
VON DER ZULASSUNGSBEHÖRDE FESTGESETZTE ANWENDUNGSGEBIETE UND ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN
| PFLANZEN/OBJEKTE | SCHADORGANISMUS/ZWECKBESTIMMUNG |
| Winterraps
| Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Gemeine Quecke, Einjähriges Rispengras)
Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Gemeine Quecke, Einjähriges Rispengras) |
| Zuckerrübe, Futterrübe | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Gemeine Quecke, Einjähriges Rispengras) |
| Kartoffel | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Gemeine Quecke, Einjähriges Rispengras) |
| Futtererbse | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Gemeine Quecke, Einjähriges Rispengras) |
| Ackerbohne | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Gemeine Quecke, Einjähriges Rispengras) |
| Sonnenblume | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Gemeine Quecke, Einjähriges Rispengras) |
(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer
gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.
(NW642) Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig (§ 6 Absatz 2 PflSchG). Unabhängig davon ist der
gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro
geahndet werden.
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ACKERBAU
| Pflanzen/-erzeugnisse: | Winterraps |
Schadorganismus/ Zweckbestimmung: | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Gemeine Quecke, Einjähriges Rispengras) |
| Anwendungsbereich: | Freiland |
| Stadium der Kultur: | Von 3. Laubblatt entfaltet bis 9 oder mehr Seitensprosse sichtbar (BBCH-Code: 13 - 29) |
Stadium Schadorganismus: | Von 2. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet bis 5. Bestockungstrieb sichtbar (BBCH-Code: 12 - 25) |
| Anwendungszeitpunkt: | Nach dem Auflaufen, Herbst |
Max. Zahl der Behandlungen: | In der Anwendung: 1 In der Kultur bzw. je Jahr: 1 |
| Anwendungstechnik: | Spritzen |
| Aufwandmenge: | 1,0 l/ha |
| Wasseraufwandmenge: | 200 bis 400 l/ha |
| Wartezeit: | Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F). |
| Pflanzen/-erzeugnisse: | Winterraps |
Schadorganismus/ Zweckbestimmung: | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Gemeine Quecke, Einjähriges Rispengras) |
| Anwendungsbereich: | Freiland |
| Stadium der Kultur: | Von Beginn der Sprossentwicklung: 1. Seitenspross sichtbar bis 9 und mehr sichtbar gestreckte Internodien (BBCH-Code: 21 - 39) |
Stadium Schadorganismus: | Von 3. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet bis 9 oder mehr Bestockungstriebe sichtbar (BBCH-Code: 13 - 29) |
| Anwendungszeitpunkt: | Nach dem Auflaufen, Frühjahr |
Max. Zahl der Behandlungen: | In der Anwendung: 1 In der Kultur bzw. je Jahr: 1 |
| Anwendungstechnik: | Spritzen |
| Aufwandmenge: | 1,0 l/ha |
| Wasseraufwandmenge: | 200 bis 400 l/ha |
| Wartezeit: | Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F). |
| Pflanzen/-erzeugnisse: | Zuckerrübe, Futterrübe |
Schadorganismus/ Zweckbestimmung: | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Gemeine Quecke, Einjähriges Rispengras) |
| Anwendungsbereich: | Freiland |
| Stadium der Kultur: | Von 2 Laubblätter (1. Blattpaar) entfaltet bis Bestandesschluss: über 90 % der Pflanzen benachbarter Reihen berühren sich (BBCH-Code: 12 - 39) |
Stadium Schadorganismus: | Von 2. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet bis 9 oder mehr Bestockungstriebe sichtbar (BBCH-Code: 12 - 29) |
| Anwendungszeitpunkt: | Nach dem Auflaufen |
Max. Zahl der Behandlungen: | In der Anwendung: 1 In der Kultur bzw. je Jahr: 1 |
| Anwendungstechnik: | Spritzen |
| Aufwandmenge: | 1,0 l/ha |
| Wasseraufwandmenge: | 200 bis 400 l/ha |
| Wartezeit: | Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F). |
| Pflanzen/-erzeugnisse: | Kartoffel |
Schadorganismus/ Zweckbestimmung: | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Gemeine Quecke, Einjähriges Rispengras) |
| Anwendungsbereich: | Freiland |
| Stadium der Kultur: | Von 3. Blatt (> 4 cm) am Hauptspross entfaltet bis 9 und mehr basale Seitentriebe gebildet (BBCH-Code: 13 - 29) |
Stadium Schadorganismus: | Von 2. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet bis 1. Bestockungstrieb sichtbar (BBCH-Code: 12 - 21) |
| Anwendungszeitpunkt: | Nach dem Auflaufen |
Max. Zahl der Behandlungen: | In der Anwendung: 1 In der Kultur bzw. je Jahr: 1 |
| Anwendungstechnik: | Spritzen |
| Aufwandmenge: | 1,0 l/ha |
| Wasseraufwandmenge: | 200 bis 400 l/ha |
| Wartezeit: | Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F). |
(WP734) Schäden an der Kulturpflanze möglich.
| Pflanzen/-erzeugnisse: | Futtererbse |
Schadorganismus/ Zweckbestimmung: | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Gemeine Quecke, Einjähriges Rispengras) |
| Anwendungsbereich: | Freiland |
| Stadium der Kultur: | Von 3. Laubblatt mit Stipeln und Ranke (oder 3. Ranke) entfaltet bis 9 und mehr sichtbar gestreckte Internodien (BBCH-Code: 13 - 39) |
Stadium Schadorganismus: | Von 2. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet bis 5. Bestockungstrieb sichtbar (BBCH-Code: 12 - 25) |
| Anwendungszeitpunkt: | Nach dem Auflaufen |
Max. Zahl der Behandlungen: | In der Anwendung: 1 In der Kultur bzw. je Jahr: 1 |
| Anwendungstechnik: | Spritzen |
| Aufwandmenge: | 0,75 l/ha |
| Wasseraufwandmenge: | 300 bis 400 l/ha |
| Wartezeit: | Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F). |
(WP734) Schäden an der Kulturpflanze möglich.
| Pflanzen/-erzeugnisse: | Ackerbohne |
Schadorganismus/ Zweckbestimmung: | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Gemeine Quecke, Einjähriges Rispengras) |
| Anwendungsbereich: | Freiland |
| Stadium der Kultur: | Von 3. Laubblatt entfaltet bis 9 und mehr sichtbar gestreckte Internodien (BBCH-Code: 13 - 39) |
Stadium Schadorganismus: | Von 2. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet bis 5. Bestockungstrieb sichtbar (BBCH-Code: 12 - 25) |
| Anwendungszeitpunkt: | Nach dem Auflaufen |
Max. Zahl der Behandlungen: | In der Anwendung: 1 In der Kultur bzw. je Jahr: 1 |
| Anwendungstechnik: | Spritzen |
| Aufwandmenge: | 0,75 l/ha |
| Wasseraufwandmenge: | 300 bis 400 l/ha |
| Wartezeit: | Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F). |
| Pflanzen/-erzeugnisse: | Sonnenblume |
Schadorganismus/ Zweckbestimmung: | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Gemeine Quecke, Einjähriges Rispengras) |
| Anwendungsbereich: | Freiland |
| Stadium der Kultur: | Von 3. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet bis Maximale Länge bzw. Durchmesser erreicht; 9 oder mehr Knoten (BBCH-Code: 13 - 39) |
Stadium Schadorganismus: | 2. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet bis 5. Bestockungstrieb sichtbar (BBCH-Code: 12 - 25) |
| Anwendungszeitpunkt: | Nach dem Auflaufen |
Max. Zahl der Behandlungen: | In der Anwendung: 1 In der Kultur bzw. je Jahr: 1 |
| Anwendungstechnik: | Spritzen |
| Aufwandmenge: | 0,75 l/ha |
| Wasseraufwandmenge: | 300 bis 400 l/ha |
| Wartezeit: | Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F). |
(WP734) Schäden an der Kulturpflanze möglich.
APPLIKATIONSZEITPUNKT Die Anwendung gegen annuelle Ungräser und Ausfallgetreide kann erfolgen, sobald alle Ungräser aufgelaufen sind und sich die Masse der Ungräser im 3- bis 4-Blattstadium befindet. Bis zum Ende der Bestockung sollte die Behandlung abgeschlossen sein. Es ist darauf zu achten, dass Ungräser und Ausfallgetreide zum Zeitpunkt der Behandlung genügend benetzbare Blattmasse für eine ausreichende Wirkstoffaufnahme aufweisen. WINTERRAPS Im Winterraps kann die Behandlung im Nachauflauf sowohl im Herbst als auch im Frühjahr erfolgen. Insbesondere bei der Anwendung im späten Herbst können niedrige Temperaturen nach der Anwendung zu einer verzögerten Wirkung führen. EMPFEHLUNGSRAHMEN IN RAPS | Einsatz gegen | bis Bestockung | ab Bestockung |
| Ausfallgetreide | 0,5 l/ha | 0,7 l/ha |
| Ackerfuchsschwanz | 0,5 l/ha | 0,7 l/ha |
| Trespen/Trespen | 0,7 l/ha | 1,0 l/ha * | *Mit einer Aufwandmenge von 1,0 l/ha AGIL-S wird bereits eine gute Nebenwirkung auf Quecke erzielt. Bei Anwendung im Frühjahr wird in der Regel die höhere Aufwandmenge erforderlich, da die Gräser sich bereits in der Bestockung befinden. ZUCKERRÜBE, FUTTERRÜBE AGIL-S kann mit verringerter Aufwandmenge von 0,3 bis 0,4 l/ha zu gängigen Herbizidmischungen aus GOLTIX® GOLD/GOLTIX® TITAN® und POWERTWIN® PLUS zugemischt werden. EMPFEHLUNGSRAHMEN IN RÜBEN mit GOLTIX® GOLD | Unkrautproblem | Produkte | 1. NAK | 2. NAK | 3. NAK |
| Allgemeine Ver- | AGIL-S** | | 0,3 - 0,4 l/ha | 0,3 - 0,4 l/ha |
| unkrautung sowie | POWERTWIN® PLUS | 1,25 l/ha | 1,25 l/ha | 1,25 l/ha |
| Ackerfuchsschwanz | GOLTIX® GOLD® | 1,5 l/ha | 1,5 l/ha | 2,0 l/ha |
| und Hirse | OLEO FC | 0,5 - 1,0 l/ha | (1,0 l/ha) | (1,0 l/ha) | EMPFEHLUNGSRAHMEN IN RÜBEN mit GOLTIX® TITAN® | Unkrautproblem | Produkte | 1. NAK | 2. NAK | 3. NAK |
| Allgemeine Ver- | AGIL-S** | | 0,3 - 0,4 l/ha | 0,3 - 0,4 l/ha |
| unkrautung sowie | POWERTWIN® PLUS | 1,25 l/ha | 1,25 l/ha | 1,25 l/ha |
| Ackerfuchsschwanz | GOLTIX® TITAN® | 2,0 l/ha | 2,0 l/ha | 2,0 l/ha |
| und Hirse | OLEO FC | 0,5 - 1,0 l/ha | (1,0 l/ha) | (1,0 l/ha) | ** Bei starker Verungrasung empfehlen wir die Soloanwendung von AGIL-S 0,7 - 1,0 l/ha zwischen der 2. und 3. NAK im Abstand von mindestens 3 - 5 Tagen zur vorausgegangenen Behandlung. WICHTIGE HINWEISE In vereinzelten Fällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass es bei der Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz zu Minderwirkungen aufgrund von schwer bekämpfbaren, standortspezifisch auftretenden Biotypen kommt. Sollten auf solchen Standorten Schwierigkeiten mit der Ackerfuchsschwanz-Bekämpfung trotz fachgerechter Anwendung auftreten, ist sofort mit Herbiziden einer anderen Wirkstoffgruppe nachzubehandeln. Unter ungünstigen Bedingungen sind auf Flächen, die vorab mit nichtverkapselten clomazonehaltigen Produkten behandelt wurden, Minderwirkungen beim Einsatz von AGIL-S möglich. nach oben
GENEHMIGUNGEN NACH §18 ABS. I PFLSCHG
| PFLANZEN/OBJEKTE | SCHADORGANISMUS/ZWECKBESTIMMUNG |
| Wiesenschwingel, Rohrschwingel, Schaf-Schwingel, Deutsches Weidelgras, Wiesenlieschgras (In Beständen zur Saatguterzeugung) | Ackerfuchsschwanz, Ausfallgetreide, Gemeiner Windhalm, Gemeines Rispengras |
| Wiesen-Rispengras (In Beständen zur Saatguterzeugung) | Ausfallgetreide, Gemeiner Windhalm, Gemeines Rispengras |
Hinweis für genehmigte Anwendungen
In Abhängigkeit von Kultur, Sorte, Anbauverfahren und spezifischen Umweltbedingungen können Schäden an der zu behandelnden Kultur nicht ausgeschlossen werden. Die
Pflanzenverträglichkeit sollte daher unter den betriebsspezifischen Bedingungen geprüft werden.
ACKERBAU (GRASSAMENVERMEHRUNG)
| Pflanzen/-erzeugnisse: | Wiesenschwingel, Rohrschwingel, Schaf-Schwingel, Deutsches Weidelgras, Wiesenlieschgras (In Beständen zur Saatguterzeugung) |
Schadorganismus/ Zweckbestimmung: | Ackerfuchsschwanz, Ausfallgetreide, Gemeiner Windhalm, Gemeines Rispengras |
| Anwendungsbereich: | Freiland |
| Stadium der Kultur: | Von 1. Seitenspross sichtbar; 1. Bestockungstrieb sichtbar bis 9 oder mehr Seitensprosse sichtbar; 9 oder mehr Bestockungstriebe sichtbar (BBCH-Code: 21 - 29) |
| Anwendungszeitpunkt: | Während der Vegetationsruhe im Spätherbst oder vor Vegetationsbeginn |
Max. Zahl der Behandlungen: | In der Anwendung: 1 In der Kultur bzw. je Jahr: 1 |
| Anwendungstechnik: | Spritzen |
| Aufwandmenge: | 0,25 l/ha |
| Wasseraufwandmenge: | 200 bis 400 l/ha |
| Wartezeit: | Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung (N). |
(VV207) Im Behandlungsjahr anfallendes Erntegut/Mähgut nicht verfüttern.
| Pflanzen/-erzeugnisse: | Wiesen-Rispengras (In Beständen zur Saatguterzeugung) |
Schadorganismus/ Zweckbestimmung: | Ausfallgetreide, Gemeiner Windhalm, Gemeines Rispengras |
| Anwendungsbereich: | Freiland |
| Stadium der Kultur: | Von 1. Seitenspross sichtbar; 1. Bestockungstrieb sichtbar bis 9 oder mehr Seitensprosse sichtbar; 9 oder mehr Bestockungstriebe sichtbar (BBCH-Code: 21 - 29) |
| Anwendungszeitpunkt: | Während der Vegetationsruhe im Spätherbst oder vor Vegetationsbeginn |
Max. Zahl der Behandlungen: | In der Anwendung: 1 In der Kultur bzw. je Jahr: 1 |
| Anwendungstechnik: | Spritzen |
| Aufwandmenge: | 0,2 l/ha |
| Wasseraufwandmenge: | 200 bis 400 l/ha |
| Wartezeit: | Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung (N). |
(VV207) Im Behandlungsjahr anfallendes Erntegut/Mähgut nicht verfüttern.
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AGIL-S ist in Winterraps mit Fungiziden (z. B. ORIUS®) sowie mit Insektiziden (z. B. BULLDOCK®) mischbar. Eine Kombination mit metazachlorhaltigen Herbiziden ist möglich, wenn zum Zeitpunkt der Applikation Ungräser und Ausfallgetreide ausreichend aufgelaufen sind und mindestens das 2- bis 3-Blattstadium erreicht haben.
AGIL-S ist in Rüben mischbar mit anderen Rübenherbiziden (z. B. POWERTWIN® PLUS, GOLTIX® GOLD, GOLTIX® TITAN®, ETHOSAT® 500, KONTAKT® 320 SC, GOLTIX® SUPER) und Insektiziden (z. B. BULLDOCK®). Bei anderen Mischpartnern Rücksprache mit dem Hersteller/Vertreiber halten.
Tankmischungen mit aminosäure- bzw. lecithinhaltigen Formulierungen empfehlen wir nicht.
In Kartoffeln ist AGIL-S mit Fungiziden mischbar. Mischungen mit Herbiziden bzw. Fungiziden können in Kartoffeln zu Blattaufhellungen führen.
AGIL-S ist auch mischbar mit AHL (in pflanzenverträglicher Menge), Harnstoff (in pflanzenverträglicher Menge), Blattdünger, soweit es für die Kultur zulässig ist. AGIL-S sollte mit AHL aufgrund der Empfindlichkeit des Rapses im frühen Entwicklungsstadium erst ab 4 echten Laubblättern ausgebracht werden. AHL-Gaben bis zu 15 kg N/ha (entsprechen 42 Liter AHL) sind möglich, wenn zugleich eine Wasserverdünnung von 1 Teil AHL auf 3-5 Teile Wasser eingehalten wird.
Mischungen mit bentazonhaltigen Herbiziden sind nicht möglich. Vor Anwendung bitte die Gebrauchsanleitung des Mischpartners beachten. Für eventuelle negative Auswirkungen bei von uns nicht empfohlenen Tankmischungen haften wir nicht, da wir nicht sämtliche in Betracht kommende Mischungen prüfen können.
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AGIL-S wird nach bisheriger Kenntnis in Zucker- und Futterrüben sowie in Winterraps, in Kartoffeln, in Erbsen, in Ackerbohnen und in Sonnenblumen von allen Sorten gut vertragen. Unter ungünstigen Witterungsbedingungen können in Kartoffeln beim Einsatz höherer Aufwandmengen Blattaufhellungen auftreten, die sich jedoch zügig wieder verwachsen.
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ANSETZEN DER SPRITZBRÜHE
Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Sinnvoll ist es, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge mit Hilfe von z. B. Schlaglängentabellen genau zu berechnen.
Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflußmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. - Tank zur Hälfte mit Wasser befüllen - Rührwerk einschalten - Produkt direkt in den Tank geben -
Entleerte Behälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben - Tank mit Wasser auffüllen - Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen
AUSBRINGUNGSTECHNIK
Beim Ausbringen von AGIL-S ist auf eine gute, gleichmäßige Verteilung der Spritzflüssigkeit auf den grünen Pflanzenteilen der Ungräser zu achten. Bewährte Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha. Überdosierung und Abdrift sind zu
vermeiden.
Folgende Düsen eignen sich für die Ausbringung:
1. Injektordüsen Injektordüsen lang, z. B. - AI 110-02 bis AI 110-03 bei 4-5 bar - ID 120-02 bis ID 120-03 bei 4-5 bar Injektordüsen kurz, z. B. - AirMix
110-025 bis AirMix 110-04 bei 2-3 bar - IDK 110-025 bis IDK 110-04 bei 2-3 bar
2. Sonstige Düsen, z. B. - XR 110-03 bis XR 110-04 bei 1,5-2 bar - LU 110-03 bis LU 110-04 bei 1,5-2 bar - DG 110-03 bei 2-3 bar - AD 120-03 bei
2-3 bar
Ständige Kontrolle des Spritzflüssigkeitsverbrauches während der Ausbringung in Bezug zur behandelten Fläche. Ein Durchfluss- und Dosiermessgerät bietet sich als technisches Hilfsmittel an. Unvermeidlich anfallende
Spritzflüssigkeitsreste im Verhältnis 1:10 verdünnen und auf der vorher behandelten Fläche ausbringen.
REINIGUNG
Vor und nach Einsatz von AGIL-S sind die Spritzgeräte gründlich zu reinigen, dazu sollte der spezielle Spritzgerätereiniger AGRO-QUICK® verwendet werden. Anfallendes Spülwasser nach der Gerätereinigung auf der vorher behandelten Fläche
ausbringen. Grobe Reinigung von Spritzen mit Wasser und Waschbürste auf dem Feld vornehmen. Reste von Reinigungswasser nicht über Hofabflüsse in die Kanalisation gelangen lassen.
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Nach der Anwendung von AGIL-S können im Rahmen der üblichen Fruchtfolge alle Kulturen nachgebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch kann jede zweikeimblättrige Kultur nachgebaut werden. Getreide, Mais und Grassaat können nach vorheriger Bodenbearbeitung vier Wochen nach der Applikation ausgesät werden.
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NUTZORGANISMEN
(NB6641) Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nichtbienengefährlich eingestuft (B4).
(NN160) Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Aleochara bilineata (Kurzflügelkäfer) eingestuft. (NN161) Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Coccinella septempunctata
(Siebenpunkt-Marienkäfer) eingestuft. (NN165) Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Poecilus cupreus (Laufkäfer) eingestuft. (NN170) Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art
Chrysoperla carnea (Florfliege) eingestuft.
WASSERORGANISMEN
(NW264) Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.
(NW265) Das Mittel ist giftig für höhere Wasserpflanzen.
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(SB001) Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen. (SB010) Für Kinder unzugänglich aufbewahren. (SB110) Die Richtlinie für die Anforderungen an die
persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz "Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zu beachten. (SE110) Dicht abschließende
Schutzbrille tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel. (SS110) Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel. (SS210) Standardschutzanzug (Pflanzenschutz) und
festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel. (SS610) Gummischürze tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel. (SP001) Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist
die Gebrauchsanleitung einzuhalten.
ERSTE HILFE
Einatmen: Person aus Gefahrenbereich entfernen. Person Frischluft zuführen, sofort Arzt aufsuchen. Atemstillstand - Gerätebeatmung notwendig. Augenkontakt: Mit viel Wasser mehrere Minuten gründlich spülen, sofort Arzt rufen, Datenblatt
bereithalten. Hautkontakt: Mit viel Wasser und Seife gründlich waschen, verunreinigte, getränkte Kleidungsstücke unverzüglich entfernen, bei Hautreizung (Rötung etc.), Arzt konsultieren. Es besteht die Gefahr asthmatischer Sensibilisierung. Leicht
reizend Verschlucken: Sofort Arzt konsultieren, Datenblatt mitführen. Kein Erbrechen herbeiführen. Nie einer ohnmächtigen Person etwas durch den Mund einflößen! Hinweise für den Arzt: Symptomatische Behandlung
Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen.
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